Mittlerer Vinschgau

09.06.2012 Mittelvinschgau:  Gemeinsame Gewerbebaulandpolitik wird angepeilt

Eine gemeinsame Gewerbebaulandpolitik ist auch für die Gemeinden im  mittleren Vinschgau sinnvoll. Zu diesem Schluss kamen Bürgermeister, Gemeindereferenten und Wirtschaftsvertreter der Gemeinden  Schlanders, Laas, Martell, und Kastelbell-Tschars beim ersten Standortentwicklungsprojekt-Treffen (STEP) im Vinschgau. Sie sind vom Nutzen einer übergemeindlichen Zusammenarbeit überzeugt.

Die Gemeinden Schlanders, Laas, Martell, und Kastelbell-Tschars wollen bei der Ausweisung von Gewerbegebieten künftig stärker zusammenarbeiten. Ziel ist ein  gemeinsames Gewerbegebiet für den Mittelvinschgau.
„Ich bin überzeugt, dass eine Zusammenarbeit auch im Wirtschaftsbereich forciert werden muss“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Schlanders, Dieter Pinggera. „Wenn wir diese Zusammenarbeit vorantreiben, erweisen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den Unternehmen im ganzen Tal einen wichtigen Dienst.“

Auch der Bürgermeister von Martell, Georg Altstätter, glaubt an den richtigen Ansatz von STEP: „Man muss zwischen den Gemeinden Synergien suchen, Grundstücke definieren und zusammenarbeiten. BLS hat etwas aufgegriffen, das sicherlich in die richtige Richtung geht.“ Jede Gemeinde müsse dabei ihre Hausaufgaben machen, damit sich Klein- und Mittelbetriebe entwickeln können, sagte Gustav Tappeiner, der Bürgermeister von Kastelbell-Tschars: „Beim STEP-Projekt sollten übergemeindliche Ziele formuliert werden, wie man neue Betriebe ansiedeln und innovative Branchen gewinnen kann.“

Stellt man Chancen und Risiken einer Zusammenarbeit gegenüber, so überwiegen die Chancen, waren die Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugt: die Betriebe bekommen einen idealen Standort für ihre Tätigkeit, der Standort Vinschgau wird aufgewertet, Arbeitsplätze bleiben erhalten bzw. werden geschaffen, neue Betriebe können angesiedelt werden uvm. Wichtig sei es gleichzeitig, dass durch eine Zentralisierung der periphere Raum nicht geschwächt werde.
Die Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft reflektierten auch über die Stärken des Mittelvinschgaus: die Veredelung landwirtschaftlicher Produkte, der Marmor sowie das Bau- und Baunebengewerbe werden als besondere Kompetenzbereiche wahrgenommen.

Gemeinsam einigte man sich auf fünf mögliche Standorte für ein gemeinsames Gewerbegebiet. Die BLS wird diese auf ihre raumordnerische Sinnhaftigkeit prüfen und beim nächsten Treffen im Herbst erste Ergebnisse präsentieren. Die Gemeinde Latsch war beim 1. Treffen nicht vertreten.

 
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