Oberpustertal

16.11.2011: 2.Treffen Oberpustertal: Übergemeindliches Gewerbegebiet im Auge

Im Oberpustertal wird über ein übergemeindliches Gewerbegebiet nachgedacht. Darüber haben die Verantwortlichen des STEP-Standortraums Oberpustertal nun bei ihrem zweiten Treffen im Rahmen des Südtiroler Standortentwicklungsprojekts STEP diskutiert.

Bereits Ende September hatten die Oberpustertaler den landesweit ersten STEP-Workshop für ihren Standortraum abgehalten. Bei diesem ersten Treffen im Grand Hotel in Toblach hatte im Beisein von Landesrat Thomas Widmann, Gemeindenverbandspräsident Arno Kompatscher und BLS-Direktor Ulrich Stofner das große Gremium aller STEP-Beteiligten der sieben Oberpustertaler Gemeinden getagt. Die Teilnehmer hatten sich dabei von STEP überzeugt gezeigt, man sehe großes Potenzial in diesem Projekt.

Nun sind die sieben beteiligten Gemeinden in die konkrete Projektplanung gestartet: Die STEP-Verantwortlichen der Gemeinden Innichen, Sexten, Toblach, Prags, Gsies, Welsberg-Taisten und Niederdorf trafen sich in kleiner Runde, um über definitive künftige Maßnahmen für den Wirtschaftsraum Oberpustertal zu sprechen. Gekommen waren die sieben STEP-Verantwortlichen der beteiligten Gemeinden: Sextens Bürgermeister Fritz Egarter, der Pragser Bürgermeister Alfred Mutschlechner, Kurt Ploner, Bürgermeister von Niederdorf, Albin Schwingshackl, oberster Bürger von Welsberg-Taisten, der Gsieser Bürgermeister Paul Schwingshackl, Innichens Bürgermeister Werner Tschurtschenthaler und Irene Watschinger, die STEP-Beauftragte von Toblach.

Das Resümee der hochkarätigen Sieben am Ende des Treffens: „Alle waren sich darüber einig, dass es Sinn macht, ein gemeinsames, übergemeindliches Gewerbegebiet und weitere gemeindeübergreifende wirtschaftliche Ansätze für den Standortraum anzudenken. Nur so ist man im Falle von Betriebserweiterungen und bei der Ansiedlung von neuen Betrieben gewappnet und kann wachsenden heimischen Unternehmen im Oberpustertal Perspektiven bieten“, fasst Werner Tschurtschenthaler, der Bürgermeister von Innichen, zusammen. Erste Überlegungen, wo ein solches gemeinschaftliches Gewerbegebiet entstehen könnte, seien auch bereits angestellt worden, nun gelte es, konkrete Möglichkeiten herauszufiltern, die alle beteiligten Gemeinden zufriedenstellen. Diese Vorschläge sollen der großen STEP-Runde des Oberpustertals beim nächsten Workshop im Januar präsentiert werden.

27.09.2011: 1. STEP-Workshop im Oberpustertal

Die Gemeinden Innichen, Sexten, Toblach, Prags, Gsieser Tal, Welsberg-Taisten und Niederdorf haben beim südtirolweit ersten STEP-Workshop im Grand Hotel in Toblach Gespräche über eine künftige Zusammenarbeit aufgenommen. Sie gehören dem STEP-Standortraum „Oberpustertal“ an.

„Eine enge Zusammenarbeit der Gemeinden ist extrem wichtig, denn nur in gemeinsamer Arbeit können wirklich nachhaltige und umsetzbare Strategien für eine Standortpolitik entstehen“, betonte Wirtschaftslandesrat Thomas Widmann beim STEP-Treffen in Toblach, an dem Wirtschaftsreferenten, Bürgermeister und Wirtschaftsvertreter teilnahmen. „Auch in Sachen Gewerbebauland ist künftig die Planung für größere Räume unerlässlich. Verschiedene Dienste und Dienstleistungen müssen übergemeindlich geplant und organisiert werden. Es ist an der Zeit, in funktionalen Einheiten zu denken“, so Widmann.

„Es darf nicht mehr jeder sein eigenes Süppchen kochen“, schlug Arno Kompatscher, der Präsident des Gemeindenverbandes, in dieselbe Kerbe. Die Unternehmen interessiere der ideale Standort unabhängig von Gemeindegrenzen. Eine übergemeindliche Zusammenarbeit sei ein neuer und notwendiger Ansatz, den es „step by step“ umzusetzen gelte.

Die Workshop-Teilnehmer zeigten sich von STEP überzeugt, man sehe große Chancen und großes Potential in diesem Projekt. Wichtig sei, alle Seiten zu beleuchten und neue Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Zusammenarbeit möglichst reibungslos über die Bühne gehen könne, so der Grundtenor unter den Teilnehmern. „Unser Ziel muss es sein, dass sich die Betriebe entwickeln können, darum ist es wichtig, dass wir nach neuen Lösungen suchen. Unsere Aufgabe ist es, den Betrieben diese Möglichkeiten aufzuzeigen“, so Gert Lanz, Wirtschaftsreferent Toblach und Präsident des Landesverbandes der Handwerker (LVH).

„STEP könnte ein Meilenstein für die übergemeindliche Zusammenarbeit sein, der eines Tages in den Dorfchroniken Eingang finden könnte“, brachte BLS-Direktor Ulrich Stofner die Wichtigkeit der Initiative auf den Punkt.

Demnächst soll in den Gemeinden eine Bedarfserhebung durchgeführt werden, um Angebot und Nachfrage zu ermitteln. Anschließend soll konkret mit einer übergemeindlichen Gewerbebaulandpolitik begonnen werden.

 
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