Wipptal

09.05.2012: 1. STEP-Workshop im Wipptal

Politiker und Wirtschaftsvertreter der Wipptaler Gemeinden Brenner, Ratschings, Sterzing, Pfitsch, Freienfeld und Franzensfeste diskutierten kürzlich sehr engagiert über eine mögliche Zusammenarbeit bei der zukünftigen Ausweisung von Gewerbegebieten und die wirtschaftlichen Stärken ihres Gebietes.

Für eine langfristige Entwicklung oder bei großen Erweiterungsbedürfnissen soll es zukünftig eine gemeindeübergreifende Baulandpolitik geben, so der Konsens. Das heißt: ein Gewerbegebiet für mehrere Gemeinden. Zunächst soll aber der bereits vorhandene Bestand genutzt werden. Unternehmen sollte der idealste Standort des Gebietes angeboten werden. Dies ergebe für alle Beteiligten Vorteile in der Planung und geringere Kosten, und verringere Spekulationen. Man erhoffe sich zudem weniger Bürokratie und flexiblere und schnellere Abläufe bei der Grundzuweisung.

Von STEP zeigten sich die Workshop-Teilnehmer einhellig sehr überzeugt: „Es ist positiv, dass man Vertreter der Politik und Wirtschaft auf einer gemeinsamen Plattform zusammenbringt und Voraussetzungen für die Entwicklung der kommenden Jahre schafft“, sagte Werner Kusstatscher, der Vertreter des Unternehmerverbands für das Eisacktal und Wipptal. In dieselbe Kerbe schlug Fritz Karl Messner, Bürgermeister der Gemeinde Sterzing: „Ich finde die Idee hinter STEP sehr innovativ, zum ersten Mal setzen sich Gemeinden an einen Tisch, um übergemeindlich zu denken und gemeinsam Strategien zu entwickeln.“ Richard Amort, Bürgermeister Gemeinde Franzensfeste, meinte: “Ich finde das Projekt gut, da sich auch für strukturschwache Gemeinden Möglichkeiten ergeben.“

Auch über die weiteren Schritte herrschte unter den Workshop-Teilnehmern Einigkeit: Zunächst soll eine Erhebung der bereits bestehenden Flächen und verfügbaren Gebäude erfolgen und ideale Standorte für gemeindeübergreifende Gewerbegebiete ermittelt werden. Zudem sollen genaue Richtlinien eines gemeindeübergreifenden Managements ausgearbeitet werden. Schließlich soll definiert werden, für welche Branchen sich der Wirtschaftsraum „Wipptal“ besonders gut eignet. Ein Branchenmix sei unverzichtbar, doch verschiedene Kernkompetenzen seien durch die bereits vertretenen Branchen-Leader bereits erkennbar, beispielsweise die Metallverarbeitung, alpine Technologien, erneuerbare Energie, der Bereich Transit und Logistik. Im Herbst sollen bereits erste Ergebnisse vorliegen.

 
© 2016 IDM Südtirol - Alto Adige I MwSt. Nr. IT 02521490215 | Ausstattungskapital 5.000.000 €