Wissenswertes über unsere separate Förderung der Produktionsvorbereitung

Im Rahmen dieser Fördervariante fördert IDM vorbereitende Maßnahmen wie die Projektentwicklung und die Produktionsvorbereitung im engeren Sinne, in Ausnahmefällen auch die Entwicklung von Drehbüchern. Wir unterstützen Sie mit bis zu 50% der Kosten, maximal mit 50.000 Euro, die wir in Form von Zuschüssen auszahlen. Diese Förderung setzt voraus, dass Ihr Projekt einen kulturellen Bezug zu Südtirol aufweist und schwerpunktmäßig in Südtirol realisiert wird.

Der kulturelle Bezug eines Projekts kann sich über den Stoff selbst, aber auch über beteiligte Filmschaffende, insbesondere den Produzenten, den Autor oder des Regisseurs definieren.

Wer ist antragsberechtigt?

Unser Fördermodell berechtigt grundsätzlich Produktionsfirmen, einen Antrag zu stellen. Im Fall einer Koproduktion wird dieser in der Regel durch den majoritären Produzenten gestellt. Ob im Falle einer Förderung der majoritäre Produzent, oder die Koproduzentengemeinschaft unterstützt wird, stimmen Sie bitte im Einzelfall mit uns ab. Die Eigenschaft der Majorität ergibt sich, wie international üblich, über den Copyright-Anteil. Dieser muss nachgewiesen sein und mindestens 50% betragen. Ausnahmen gelten für internationale Koproduktionen mit italienischer Beteiligung. In diesen Fällen soll gemäß unseres Modells  der majoritäre italienische Produzent den Antrag stellen, und zwar selbst dann, wenn er innerhalb der internationalen Partner minoritär ist. Gefördert wird in diesen Fällen der Anteil des italienischen Produktionspartners.

Sobald ein Südtiroler Produzent in eine nationale oder internationale Koproduktion involviert ist, tritt eine weitere Ausnahmeregelung in Kraft. So stellt in diesem Fall grundsätzlich die südtiroler Produktionsfirma den Antrag auf Förderung, ganz unabhängig von ihrem Status in der Koproduktionsgemeinschaft. Analog zur oben genannten Regelung fördern wir auch in diesen Fällen den Anteil des südtiroler Produktionspartners.

Bitte beachten Sie, dass sich diese Informationen in erster Linie auf Kinofilmproduktionen beziehen. Sollten Sie ein als TV-Koproduktion angelegtes Projekt zur Förderung einreichen wollen, halten Sie bitte Rücksprache mit uns.  

Der Territorialeffekt

Die Produktionsvorbereitungsförderung verlangt keinen spezifischen Regionaleffekt.

Der kulturelle Eigenschaftstest

Grundsätzlich können wir nur solche Projekte fördern, die in einem kulturellen Eigenschaftstest mindestens vier von maximal 16 Punkten erhalten. Hier können Sie ihr Projekt bezüglich der kulturellen Kriterien überprüfen.

Der Eigenanteil

Unser Modell sieht vor, dass der Produzent selbst einen angemessenen Eigenanteil zur Finanzierung erbringt. Dies kann in Form von Verleih- und Vertriebsgarantien, Fernsehlizenzverkäufen, Kofinanzierungsmitteln, Eigenleistungen sowie durch Eigenmittel geschehen. Filmfördermittel, mit Ausnahme von Preisgeldern, können wir nicht auf den Eigenanteil anrechnen. Die Eigenmittel sollen mindestens 5% der kalkulierten Produktionsvorbereitungskosten betragen, bei Koproduktionen bezogen auf den von der jeweiligen Seite zu finanzierenden Koproduktionsanteil. 

Der Förderantrag

Um einen Antrag auf separate Förderung der Produktionsvorbereitung zu gewähren, benötigen wir unter anderem folgende Unterlagen:

  • eine Synopsis
  • eine Kalkulation der Vorbereitungsmaßnahme
  • eine Maßnahmenbeschreibung
  • einen Finanzierungsplan der Produktionsvorbereitung
  • ein Auswertungskonzept
  • ein mindestens 10 und maximal 12-seitiges Treatment
  • das Drehbuch (soweit schon vorhanden)

Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Antrag nur dann zur weiteren Prüfung zulassen können, wenn dieser samt Anlagen vollständig bei uns eingereicht wurde. Unvollständig eingereichte Anträge können wir leider nicht berücksichtigen.

Die Einreichfristen

Die Einreichfristen enden im Jahr 2017 am

  • 25.01.2017 (Entscheidung bis 14.03.2017)
  • 03.05.2017 (Entscheidung bis 20.06.2017)
  • 27.09.2017 (Entscheidung bis 14.11.2017)

Sie können Ihren Antrag jederzeit über unser Online-Portal erstellen, bearbeiten und abschicken. Wir berücksichtigen diesen dann grundsätzlich im Rahmen des nächsten Prüfungszeitfensters. Dieses beginnt an den oben genannten Tagen jeweils um 12:00 Uhr.

Bitte berücksichtigen Sie, dass wir Ihnen nur dann einen Zugang zum Online-Portal ermöglichen können, wenn Sie mindestens 7 Werktage vor Ende der Einreichfrist ein Beratungsgespräch mit uns geführt haben. Dieses kann entweder telefonisch, aber natürlich auch persönlich mit uns geführt werden.

Bitte beachten Sie, dass die Antragsstellung ausschließlich online erfolgen kann. Wir benötigen außerdem 5 ausgedruckte Kopien der Synopsis, des Treatments, und, soweit schon vorhanden, des Drehbuches innerhalb der oben genannten Fristen.

 
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