Merkblatt Separate Förderung der Produktionsvorbereitung (Stand: 24. Juni 2015)

In dem Merkblatt zur seperaten Förderung der Produktionsvorbereitung haben wir alle wesentlichen Informationen zusammengefasst, die Sie zur Antragstellung benötigen. Sollten Sie dennoch Fragen zur Antragstellung haben, helfen wir Ihnen gerne persönlich weiter.

1 Ausrichtung und Ziele der Förderung
2 Was verstehen wir unter Produktionsvorbereitungsförderung?
3 Was unterscheidet die separate Förderung der Produktionsvorbereitung von der Förderung der Produktionsvorbereitung und der Produktion (kombinierter Antrag)
4 Welche Produktionen fördern wir?
5 In welcher Form fördern wir?
6 Wer ist antragsberechtigt und wen fördert die BLS?
7 Höhe der Förderungen
8 Förderung ohne Territorialeffekt
9 Der kulturelle Eigenschaftstest
10 Wie läuft die Förderung konkret ab? Von der Beantragung bis zur Einseitigen Verpflichtungserklärung
11 Welche Angaben sind für die Beantragung der Fördergelder notwendig?
12 Ergänzende Informationen zum Online-Antrag
13 Was muss ich bei den Kalkulationen der Produktionsvorbereitungsmaßnahme berücksichtigen?
14 Kostenarten und ihre Anerkennung
15 Eigenanteil
16 Koproduktionen
17 Kalkulationen und Finanzierungsplan als Bestandteil der Einseitigen Verpflichtungserklärung (EVE)
18 Auszahlung der Fördermittel
19 Teilbeträge, Fristen und Verpflichtungen
20 Verwendungsnachweis
21 Sonstige Informationen
22 Rechtliche Hinweise


1 Ausrichtung und Ziele der Förderung

Die autonome Provinz Bozen fördert die Vorbereitung von Film- und Fernsehproduktionen, um mittel- und langfristig Projekte zu ermöglichen, die einen gesamtwirtschaftlichen und insbesondere einen filmwirtschaftlichen Territorialeffekt für Südtirol (= Südtirol-Effekt) erreichen. Zuständig für die Durchführung der Südtiroler Filmförderung ist BLS Südtirol Alto Adige. Unsere Aufgabe besteht darin


2 Was verstehen wir unter Produktionsvorbereitungsförderung?

Wir definieren Produktionsvorbereitung im weitesten Sinne und fassen darunter alle Projektphasen zusammen, die sich vor der eigentlichen Produktionsphase befinden. So können wir mit dieser Förderart die Projektentwicklung oder auch die Produktionsvorbereitung im engeren Sinne fördern. In Ausnahmefällen ist auch die Förderung von Drehbüchern möglich.


3 Was unterscheidet die separate Förderung der Produktionsvorbereitung von der Förderung der Produktionsvorbereitung und der Produktion (kombinierter Antrag)

Mit dem Förderinstrument „Separate Förderung der Produktionsvorbereitung“ können wir ausschließlich Projekte fördern, die einen kulturellen Bezug zu Südtirol haben.

Der kulturelle Bezug eines Projekts kann sich über den Stoff selbst, aber auch über beteiligte Filmschaffende, insbesondere den Produzenten, den Autor oder des Regisseurs definieren.

Die bloße Tatsache, dass ein Stoff sich aufgrund der Drehorte für eine Verwirklichung in Südtirol eignet, können wir leider nicht als kulturellen Bezug anerkennen.

Bitte denken sie daran, im Rahmen Ihres Antrags diesen kulturellen Bezug deutlich hervorzuheben und zu begründen. Geeignete Stellen sind vor allen Dingen die Producer’s Note, die Writer’s Note und die Directors’s Note, wenn letztere schon vorhanden ist.


4 Welche Produktionen fördern wir?

BLS fördert die Produktionsvorbereitung von Spiel-, Animations- und Dokumentarfilmen für Kino und TV sowie Serien und Mehrteiler.

Dokumentarfilme müssen dabei mindestens auf 30 Minuten, Fernsehfilme und Serien auf 45 Minuten und Kinofilme auf 80 Minuten angelegt sein.
Produktionen von Werbefilmen, Sportsendungen sowie Unterhaltungs- und Informationsformaten (z.B. Magazinsendungen, Fernsehshows sowie Reality-TV) können wir nicht unterstützen.

Internationale Koproduktionen, insbesondere solche zwischen Italien, Deutschland und Österreich, werden bevorzugt behandelt.


5 In welcher Form fördern wir?

BLS unterstützt in Form von finanziellen Zuschüssen, die nicht zurückerstattet werden müssen – unabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg der Produktion.


6 Wer ist antragsberechtigt und wen fördert die BLS?

6.1 Zielgruppen

Unser Fördermodell richtet sich ausschließlich an Produktionsfirmen, und zwar unabhängig vom Standort ihres Unternehmenssitzes. Bitte beachten Sie, dass wir im Vorfeld sowie im Verlauf einer Antragstellung ausschließlich mit den antragstellenden Produzenten über antragsrelevante Fragen sprechen können. Im Fall einer Koproduktion stellt in der Regel der majoritäre Produzent den Antrag. Ob im Falle einer Förderung der majoritäre Produzent oder die Koproduzentengemeinschaft unterstützt wird, stimmen Sie bitte im Einzelfall mit uns ab. Die Eigenschaft der Majorität ergibt sich, wie international üblich, über den Copyright-Anteil. Dieser muss nachgewiesen sein und mindestens 50% betragen.

6.2 Ausnahmen

Ausnahmen gelten für internationale Koproduktionen mit italienischer Beteiligung. In diesen Fällen soll gemäß unseres Modells der majoritäre italienische Produzent den Antrag stellen, und zwar selbst dann, wenn er innerhalb der internationalen Partner minoritär ist. Gefördert wird in diesen Fällen der Anteil des italienischen Produktionspartners.

Sobald ein Südtiroler Produzent in eine nationale oder internationale Koproduktion involviert ist, tritt eine weitere Ausnahmeregelung in Kraft. Dann stellt grundsätzlich die Südtiroler Produktionsfirma den Antrag auf Förderung, ganz unabhängig von ihrem Status in der Koproduktionsgemeinschaft. Analog zur oben genannten Regelung fördern wir auch in diesen Fällen den Anteil des südtiroler Produktionspartners.

Bitte beachten Sie, dass sich die Informationen unter Punkt 6.1. und 6.2 in erster Linie auf Kinofilmproduktionen beziehen. Sollten Sie ein als klassische TV-Koproduktion angelegtes Projekt zur Förderung einreichen wollen, halten Sie bitte Rücksprache mit uns.


7 Höhe der Förderungen

Wir können im Rahmen unseres Modells bis zu 50% der kalkulierten Produktionsvorbereitungskosten fördern, maximal 50.000,00 € pro Projekt. Kumulierungen mit anderen Förderungen auch über die 50%-Grenze hinaus sind grundsätzlich möglich.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir uns im Zuge der Evaluierung von eingereichten Projekten Kürzungen bei der Höhe des beantragten Zuschusses vorbehalten.


8 Förderung ohne Territorialeffekt

Die Produktionsvorbereitungsförderung ist nicht an regionale Investitionen geknüpft, sondern an kulturelle Bezüge zu Südtirol. Die geförderten Projekte sollen sich zu einer Marktreife entwickeln und dann bei uns in Südtirol umgesetzt werden.


9 Der kulturelle Eigenschaftstest

Grundsätzlich können wir nur solche Projekte fördern, die in einem kulturellen Eigenschaftstest mindestens vier von maximal 16 Punkten erhalten. Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, Ihr Projekt zur Ihrer eigenen Gewissheit selbst zu prüfen, bevor Sie den Förderantrag einreichen. Die entsprechende Maske finden Sie online unter: Kultureller Eigenschaftstest.

Bitte beachten Sie, dass Sie im Falle eines positiven Förderbescheids während der Produktionsvorbereitung bzw. der Produktion selbst keine Änderungen am Projekt vornehmen können, die zur Folge hätten, dass das geförderte Projekt im Kulturtest weniger als vier Punkte erreicht.


10 Wie läuft die Förderung konkret ab? Von der Beantragung bis zur Einseitigen Verpflichtungserklärung

Sie können Ihren Antrag jederzeit und ausschließlich über unser Online-Portal erstellen, bearbeiten und abschicken. Wir berücksichtigen diesen dann grundsätzlich im Rahmen des nächsten Prüfungszeitfensters. Dieses beginnt an den definierten Tagen jeweils um 12:00 Uhr.

Bitte berücksichtigen Sie, dass wir Ihnen erst dann einen Log-In zu unserem Online-Portal zukommen lassen können, nachdem Sie mit uns ein Beratungsgespräch über das Projekt geführt haben, das Sie zur Förderung einreichen möchten. Das Beratungsgespräch soll mindestens 7 Werktage vor Ablauf der Einreichfrist geführt worden sein. Wir behalten uns ausdrücklich vor, Projekte nicht zu berücksichtigen, für die innerhalb des genannten Zeitraums kein Beratungsgespräch vereinbart wurde.

10.1 Der zeitliche Ablauf

Innerhalb von etwa fünf Wochen nach Beginn des Prüfungszeitfensters evaluieren wir die eingereichten Projekte in Zusammenarbeit mit einem Expertengremium hinsichtlich kultureller und wirtschaftlicher Kriterien und sprechen in einer gemeinsamen Fördersitzung eine Empfehlung zur Annahme oder zur Ablehnung des jeweiligen Förderantrags aus.

Innerhalb von sechs bis sieben Wochen nach Beginn des jeweiligen Prüfungszeitfensters legt sich die Südtiroler Landesregierung auf Basis unserer Empfehlung endgültig auf die zu fördernden Projekte fest. Diese Festlegung teilen wir Ihnen in jedem Fall schriftlich mit. Auch im Falle einer Ablehnung erhalten Sie von uns eine schriftliche Mitteilung. Das Schreiben, dass sie im Falle einer positiven Festlegung der Landesregierung erhalten, hat den Charakter einer grundsätzlichen, jedoch zeitlich befristeten Förderzusage.

Innerhalb der in dieser Förderzusage angegeben Frist (in der Regel drei Monate) haben Sie die Möglichkeit, Ihre Projektvorbereitung zu finalisieren, d.h. insbesondere Ihre Finanzierung zu schließen und auf Basis dieser eine endgültige Kalkulation der Produktionsvorbereitungsmaßnahmen zu erstellen.

Sobald

stellen wir Ihnen eine projektbezogene, sogenannte Einseitige Verpflichtungserklärung (EVE) aus. Diese enthält alle genauen Förderbedingungen (u.a. anerkannte Kosten der Produktionsvorbereitung, anerkannte Maßnahmen für die Produktionsvorbereitung) und hat den Charakter der finalen und rechtlich verbindlichen Förderzusage. Die Einseitige Verpflichtungserklärung ist mit dem anderenorts üblichen Fördervertrag vergleichbar.

Bitte beachten Sie, dass die BLS für alle wirtschaftlich und finanziell relevanten Prüfungsschritte vor Ausstellung der EVE die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly Revisa GmbH beauftragt hat. Diese wird sich im Fall einer Förderzusage möglichweise direkt mit Ihnen von Verbindung setzen, um eventuell für die Prüfung benötigte Detaildokumente bei Ihnen anzufordern. Weitere individuell auf Ihr Projekt bezogene Informationen zum Ablauf nach einer Förderzusage lassen wir Ihnen rechtzeitig in schriftlicher Form zukommen. Allgemeine Erstinformationen finden Sie außerdem in diesem Dokument ab Punkt 17. Sollten Sie weitere Fragen haben, setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung.

10.2 Das Beratungsgespräch

Wie bereits weiter oben erwähnt, müssen wir Sie bitten, ein projektbezogenes Beratungsgespräch mit einem unserer Mitarbeiter zur führen, bevor wir Ihren einen Log-In für unser Förderportal zukommen lassen können. In diesem Gespräch stellen wir Ihnen persönlich oder telefonisch dar, wie Sie die Grundvoraussetzungen zur Förderung am besten erfüllen. Bitte terminieren Sie dieses Gespräch spätestens 7 Werktage vor dem geplanten Einreichtermin.

10.3 Das Antragsformular und die Einreichung

Nach dem Beratungsgespräch können Sie sich im Online-Portal www.filmfund.bls.info registrieren. Um Ihre Registrierung für die Erstellung des Antrags freischalten zu können, benötigen wir zur sogenannten „leichten Identifizierung“ die Kopie des Personalausweises eines gesetzlichen Vertreters der antragstellenden Produktionsfirma. Indem der gesetzliche Vertreter diese Kopie unterschreibt, bestätigt er, dass er für die Richtigkeit der Angaben im Antrag verantwortlich ist bzw. dass in seinem Auftrag gehandelt wird. Sie können uns die erwähnte mit Unterschrift versehene Kopie via Email oder Fax zukommen lassen. Nachdem wir Sie daraufhin freigeschaltet haben, können Sie Ihren Antrag  online ausfüllen, die notwendigen Dokumente hochladen und über die Applikation absenden.

Darüber hinaus bitten wir Sie, uns die dem Antrag zugrundeliegenden Drehbücher (bei Dokumentarfilmprojekten das ausführliche Treatment) in fünffacher Ausfertigung auf dem Postweg zukommen zu lassen. DVDs oder andere Unterlagen, die nicht elektronisch versendet werden können, dürfen Sie den Drehbüchern / Treatments gerne beilegen. Auch die gedruckten Unterlagen müssen uns innerhalb der Antragsfrist vorliegen, damit wir Ihren Antrag als Ganzes berücksichtigen können.

Für die Bearbeitung Ihres Antrags sind wir gezwungen, eine Antragsgebühr zu erheben. Bitte überweisen Sie zu diesem Zweck € 16,00  direkt auf das Konto der BLS. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Punkt 11 dieses Merkblatts.

10.4 Vollständige Antragsunterlagen

Bitte berücksichtigen Sie, dass wir Ihren Antrag nur dann zur weiteren Prüfung zulassen können, wenn dieser samt Anlagen vollständig bei uns eingereicht wurde.

10.5 Rückzug des Antrags und erneute Einreichung

Sie können einen eingereichten Antrag ohne besondere Begründung bis maximal zwei Wochen nach Ende der jeweiligen Einreichfrist zurückziehen. Die Einreichung gilt dann als nicht erfolgt. Ein späterer Rückzug ist nur in Ausnahmefällen möglich. Ein schriftlicher Antrag auf Rückzug des Projekts muss bis spätestens 18 Uhr am Tag vor der jeweiligen Fördersitzung des BLS-Expertengremiums (etwa fünf Wochen nach Ende der Einreichfrist) bei der BLS eingegangen sein und bedarf einer besonderen Begründung. Es obliegt der BLS zu entscheiden, ob dem Antrag auf Rückzug stattgegeben wird.

Abgelehnte Projekte können zu jeder Zeit, jedoch nur einmalig und nach substanziellen Änderungen am Projekt bzw. am Antrag neu eingereicht werden. Substanzielle Änderungen sind z.B. ein neues Drehbuch oder die Bestätigung eines neuen und entscheidenden Finanzierungsbausteins.

Bitte heben Sie im Falle einer erneuten Einreichung diese substanziellen Änderungen in Ihrem Antrag klar hervor und geben Sie in Ihrer Producers’s Note Begründungen dafür an, warum Sie einen erneuten Antrag auf Basis der substanziellen Änderungen an Ihrem Projekt für berechtigt halten.

10.6 Das Expertengremium

Die Rolle des Ausschusses ist nicht entscheidender, sondern beratender Natur. Dennoch legen wir auf die Meinungen seiner Mitglieder großen Wert und formulieren unsere Empfehlung in Absprache mit dem Gremium. Diese Formulierung legen wir der Landesregierung vor, welche die zu fördernden Projekte final festlegt.

10.7 Aufschieben der Entscheidung

Das Expertengremium kann gemeinsam mit BLS die Empfehlung aussprechen, über ein eingereichtes Projekt in der jeweiligen Folgesitzung erneut zu beraten. Dies bedeutet, dass in der aktuellen Sitzung weder eine positive noch eine negative Empfehlung hinsichtlich der eventuellen Förderung des Projekts ausgesprochen wird. Das Gremium kann in diesen Fällen beschließen, neue bzw. aktualisierte Dokumente zu dem jeweiligen Projekt einzufordern.

Auch in die jeweilige Folgesitzung geschobene Projekte können Sie analog zu den unter 10.5 erläuterten Regelungen zurückziehen. Erfolgt der Rückzug bis maximal zwei Wochen nach der Einreichfrist der Folgesitzung, bedarf es keiner besonderen Begründung. Ihre Einreichung gilt dann als nicht erfolgt. Ein späterer Antrag auf Rückzug muss schriftlich bis spätestens 18 Uhr des Tages vor der Fördersitzung bei uns eingegangen sein und muss begründet werden. Es obliegt der BLS zu entscheiden, ob dem Antrag auf Rückzug stattgegeben wird.


11 Welche Angaben sind für die Beantragung der Fördergelder notwendig?

Sie können die folgenden Unterlagen in deutscher, italienischer oder englischer Sprache einreichen. Unterlagen in anderen Sprachen können wir leider bei der Evaluation Ihres Antrags nicht berücksichtigen. Im Falle einer Einreichung in Deutsch oder Italienisch bitten wir Sie, die entsprechend gekennzeichneten Dokumente (zusätzlich) in englischer Sprache zur Verfügung zu stellen. Alle Unterlagen können im Online-Antragsformular nach Ihrer Registrierung unter http://filmfund.bls.info hochgeladen werden (siehe Punkt 10.3 dieses Merkblatts).

Im Falle einer Koproduktion können weitere Unterlagen erforderlich sein.

BANCA POPOLARE DI SONDRIO
Kontoinhaber:
IDM Südtirol Alto Adige AG
IBAN: IT23 Q 05696 11600 000004070X01
BIC: POSOIT22XXX

Alle Unterlagen können im Online-Antragsformular unter: http://filmfund.bls.info hochgeladen werden.

ACHTUNG: Wir bitten Sie, das Drehbuch in 5facher Kopie an unsere neue Postadresse innerhalb der Einreichfrist zu verschicken:
IDM - Südtirol Alto Adige
Siemensstrasse 19
39100 Bozen


12 Ergänzende Informationen zum Online-Antrag

Sie können Ihren Antrag bei uns ausschließlich online unter http://filmfund.bls.info einreichen. Bitte berücksichtigen Sie dabei Punkt 10.3 dieses Merkblattes.

Die Online-Anwendung führt Sie Schritt für Schritt durch die einzelnen Stufen der Antragstellung. Sie werden zunächst gebeten, Ihr Projekt anzulegen. Anschließend können Sie die Art der Förderung auswählen. Freigeschaltete Projektanträge können Sie jederzeit über die Online-Applikation bearbeiten. Die im Antragsformular mit einem * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

12.1 Unvollständige Einreichung

Anträge, die zum Einreichtermin unvollständig vorliegen, können wir leider nicht weiterbearbeiten und nicht zur Evaluierung zulassen. Sie können dann zum nächsten Termin einen neuen Versuch starten. Bitte halten Sie bei Fragen Rücksprache mit uns.

12.2 Angegebene Kontaktperson

Im Rahmen des Antrags muss ein Ansprechpartner der antragstellenden Produktionsgesellschaft benannt werden.

12.3 Ausreichende Detailtiefe

Bitte achten Sie bei Biografien und Filmographien auf ausreichende und branchenübliche Detailtiefe. Wir wünschen uns folgende Mindestangaben für jedes vergangene Projekt in der Filmographie der Produzenten bzw. des Drehbuchautors und des Regisseurs:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich zu oberflächliche Informationen in diesem Bereich negativ auf die formale Begutachtung Ihres Antrags auswirken kann.

12.4 Professionelle Stab- und Besetzungsliste

Kreatives und technisches Personal sowie Dienstleister, die bei Antragstellung bereits Teil des Projektteams sind, erfassen Sie bitte in einer ausführlichen branchenüblichen Stab- und Besetzungsliste unter Angabe des steuerlich relevanten Wohn- bzw. Geschäftssitzes.

12.5 Unterlagen in englischer Sprache

Um Ihre Anträge professionell und möglichst umfassend beurteilen zu können, besteht das Expertengremium der BLS aus deutsch- und italienischsprachigen Experten. Damit sich alle Mitglieder des Gremiums unabhängig von ihren Deutsch- bzw. Italienischkenntnissen ein ausreichend profundes Bild Ihres Projekts machen können, bitten wir Sie, die von uns gekennzeichneten Unterlagen zusätzlich oder ausschließlich in englischer Sprache einzureichen. Als besonders relevant hat sich in diesem Zusammenhang die Vorlage eines englischsprachigen Treatments herausgestellt.

12.6 Vorlage aller vorhandenen Finanzierungsnachweise

Für alle Finanzierungsbestandteile, die Sie im Finanzierungsplan zu Ihrem Projekt als „bestätigt“ kennzeichnen (Bsp.: Verleihvertrag mit Minimumgarantie, Koproduktionsvertrag mit einem Fernsehsender, Beitrag einer anderen
Filmförderung) müssen dem Antrag auf Filmförderung die Dokumente beigelegt werden, die die jeweilige Finanzierung bestätigen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns nur auf diese Art und Weise ein Bild von der tatsächlichen Finanzierungssituation Ihres Projekts und der damit eng verbundenen Realisierungswahrscheinlichkeit machen können.

Anträge, bei denen als bestätigt gekennzeichnete Finanzierungsbestandteile nicht glaubhaft belegt sind, müssen wir leider als unvollständig betrachten. Dies hat zur Folge, dass sie für eine Förderung der BLS nicht in Betracht genommen werden.

12.7 Angabe sämtlicher Finanzierungsbausteine im Finanzierungsplan

Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie verpflichtet sind, im Finanzierungsplan alle vorhandenen sowie alle geplanten Finanzierungsbausteine unter Angabe der Höhe der Finanzierung sowie der Finanzierungsart zu nennen, so dass ein realistisches Bild von der Finanzierungssituation Ihrer Produktionsvorbereitungsmaßnahmen entsteht. Das gilt auch für Finanzierungsarten wie Rückstellungen und Beistellungen sowie für den Eigenanteil. Sollten Sie nach dem Abschicken des Antrags weitere Finanzierungsquellen in Ihre Projektentwicklung miteinbeziehen wollen, bitten wir Sie, uns dies unverzüglich mitzuteilen. Dies gilt insbesondere im Falle einer positiven Förderzusage. Einer anderen als dem Antrag zugrundeliegenden Finanzierung der Produktionsvorbereitung muss seitens der BLS zugestimmt werden.

Sollten Sie bereits in früheren Phasen (z.B. Drehbuch) Förderungen oder Finanzierungen erhalten haben, bitten wir Sie, die entsprechenden Angaben im Antrag in Kapitel 1 des Antrags zu machen.


13 Was muss ich bei den Kalkulationen der Produktionsvorbereitungsmaßnahme berücksichtigen?

Im Folgenden haben wir für Sie alle relevanten Punkte in Sachen Kalkulation zusammengefasst. Sollten dennoch Fragen entstehen, wenden Sie sich bitte persönlich an uns, bevor Sie den Online-Antrag abschließend ausfüllen und abschicken. Wir unterstützen Sie gerne.

13.1 Vorgegebenes Kalkulationsschemas bei der Übersichtskalkulation

Im Online-Antrag stellen wir Ihnen zur Vereinfachung Ihrer Kalkulation der Produktionsvorbereitungsmaßnahme ein Kalkulationsschema zur Verfügung, welches eine grobe Übersicht über die Kostenplanung liefert Es basiert auf einem Schema, das zur Beantragung von MEDIA-Mitteln entwickelt wurde und ist Ihnen insofern unter Umständen bereits vertraut. Die detaillierte Kalkulation Ihrer Maßnahme sollte ebenfalls auf diesem Schema basieren und ist als verpflichtende Anlage zu Ihrem Antrag im Onlinesystem hochzuladen. Bitte lesen Sie dazu auch den folgenden Absatz.

13.2 Wissenswertes zur Detailkalkulation

Zusätzlich zu den Angaben in der Übersichtskalkulation bitten wir Sie, im Antrag auch eine Detailkalkulation der Produktionsvorbereitung Ihres Projekts hochzuladen. Bitte nutzen Sie zur Erstellung dieser Detailkalkulation in der Regel die ausführliche Version des schon weiter oben erwähnten MEDIA-Kalkulationsschemas, auf dem auch die Übersichtskalkulation (vgl. Punkt 13.1) basiert. Im Service-Bereich unserer Website könnten Sie die Kalkulationshilfe in Form einer Excel-Tabelle herunterladen.


14 Kostenarten und ihre Anerkennung

Bitte berücksichtigen Sie in der Kalkulation ausschließlich projektbezogene Kosten für die Produktionsvorbereitung. Darunter fallen vorwiegend Ausgaben wie:

Innerhalb der separaten Produktionsvorbereitungsförderung können wir grundsätzlich nur Kosten anerkennen, bei denen sowohl der Zeitpunkt der Leistungserbringung als auch das Rechnungsdatum maximal sechs Monate vor Ende der jeweiligen Einreichfrist liegen. Außerdem können wir nur Aufwendungen akzeptieren, die innerhalb der Produktionsvorbereitung tatsächlich fällig werden bzw. für die Sie einen Mittelfluss nachweisen können (Ausnahme Rückstellungen, Eigenleistungen und anerkannte Eigenmittel). Bei der Autorengage für das Drehbuch ist eine Staffelung vorzusehen, da in der Regel nicht die gesamten Drehbuchkosten im Rahmen der Projektentwicklunganerkannt werden können. Üblicherweise ist das gesamte Drehbuchhonorar Bestandteil der Herstellungskosten des Filmes und zur Gänze erst bei Drehbeginn fällig zu stellen. Eine Anerkennung des vollen Drehbuchhonorars während der Projektentwicklung ist nur in Ausnahmefällen mit entsprechender Begründung möglich. Sinngemäß gilt dies auch für den Erwerb von Rechten an bereits bestehenden literarischen Werken (Buchverfilmungsrechte, Verlagsrechte). Im Rahmen der Projektentwicklung können in der Regel nur Optionszahlungen bzw. erste Ratenzahlungen anerkannt werden.

Bitte beachten Sie in allen Fällen die Grundsätze der sparsamen Haushaltsführung.

14.1 Brutto/Netto

Bei der Kalkulation der Kosten der Produktionsvorbereitung findet die Mehrwertsteuer keine Berücksichtigung. Bitte kalkulieren Sie hier grundsätzlich netto.

14.2 Spesensätze, Kilometergeldsätze und tarifliche Bestimmungen

Spesensätze, Kilometergeldsätze und tarifliche Bestimmungen gelten gemäß der nationalen Gesetzgebungen der jeweiligen Vertragsverhältnisse. Sollte es sich dabei um Rechtsrahmen außerhalb von Italien, Österreich oder Deutschland handeln, fügen Sie diese bitte nach Abschluss der Produktion in Ihrer Schlusskostenabrechnung (vgl. Thema Verwendungsnachweis weiter unten) in italienischer, deutscher oder englischer Sprache bei.

Wir behalten uns für diese Kostenposten ausdrücklich Deckelungen vor.

14.3 Handlungskosten, Producer‘s Fee & Überschreitungsreserven

Handlungskosten können Sie innerhalb der Produktionsvorbereitungsförderung mit bis zu 7,5 % der gesamten Produktionsvorbereitungskosten kalkulieren. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir je nach Charakter und Umfang Ihrer Gesamtmaßnahme niedrigere Ansätze anerkennen werden. Sollte nach einer Förderung der Produktionsvorbereitung durch die BLS auch eine Förderung der Produktion selbst erfolgen, müssen die Handlungskosten innerhalb der Kalkulation der Gesamtherstellungskosten um den bereits innerhalb der Produktionsvorbereitungsförderung geflossenen Anteil reduziert werden.

Nicht anerkennen können wir innerhalb der Produktionsvorbereitungsförderung die sogenannten Producer’s Fee und eine Überschreitungsreserve.

14.4 Kostenminderungen

Bitte vergessen Sie nicht, kostenmindernde Erträge wie zum Beispiel Rabatte, Skonti, Versicherungserstattungen oder Einnahmen aus dem Verkauf von Requisiten von den Herstellungskosten in Abzug zu bringen. Dies gilt insbesondere auch für die Endabrechnung des Projekts.

14.5 Projektbezogene Finanzierungskosten

Projektbezogene Finanzierungskosten werden grundsätzlich in einer angemessenen Höhe anerkannt. Nicht anerkennen können wir Zinsen auf eigene Mittel.

14.6 Landesspezifische Steuerberatungskosten

Ausländische Produzenten können Kosten für Italien betreffende Steuerberatung geltend machen. Gerne vermitteln wir entsprechende Partner.

14.7 Personalkosten

Personalkosten setzen Sie bitte entsprechend den arbeitsrechtlichen und tariflichen Bestimmungen sowie den Mindestlöhnen an. Für „schwierige Filme“ akzeptieren wir bei der tariflichen Entlohnung Ausnahmen.

14.8 Kosten für die Prüfung Ihres Verwendungsnachweises

Die Prüfung des Verwendungsnachweises (weitere Informationen hierzu finden Sie unter Punkt 20) durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft können Sie mit 3% der beantragten Fördersumme kalkulieren, mindestens jedoch mit 500 € und maximal mit 1.500 € bei der höchstmöglichen Fördersumme von 50.000 €. Eine entsprechende Rechnung über die Prüfgebühren geht Ihnen nach Abschluss der Prüfung über die von uns beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu.

14.9 Vorsteuer-Abzug

Bitte beachten Sie, dass wir im Falle von Förderempfängern mit Unternehmenssitz in Italien gezwungen sind, bei Auszahlung jeder Förderrate 4% des Betrags als einbehaltene Vorsteuer abzuziehen. Dabei handelt es sich um eine italienspezifische Steuer, die auf Förderbeiträge erhoben wird, wenn der Förderempfänger einer Unternehmenstätigkeit nachgeht.

Förderempfänger ohne Unternehmenssitz in Italien sollten spätestens zum Zeitpunkt des Abrufs der ersten Förderrate eine Bescheinigung ihres zuständigen Finanzamts vorlegen können, aus der hervorgeht, dass für das betreffende Produktionsunternehmen keine Steuerpflicht in Italien vorliegt.

Wenn uns diese Bescheinigung vorliegt, können wir den Förderbetrag ohne Abzug der Vorsteuer auszahlen.

14.10 Rückstellungen und Eigenleistungen

14.10.1 Rückstellungen

Rückstellungen anerkennungsfähiger Leistungen von Dritten (z.B. Autorengage) können wir bis zu einer Höhe von maximal 15 % der gesamten Produktionsvorbereitungskosten akzeptieren. Bitte belegen Sie jeden Rückstellungsposten mit einer unterschriebenen Rückstellungserklärung der rückstellenden Partei.

Rückgestellte Eigenleistungen (z.B. dramaturgische Mitarbeit am Drehbuch) können wir in der Regel bis zu einer Höhe von maximal 15 % der gesamten Produktionsvorbereitungskosten anerkennen.

Bitte beachten Sie, dass rückgestellte Eigenleistungen und rückgestellte Leistungen Dritter in der Regel nur bis zu einer Gesamthöhe von maximal 20 % der gesamten Produktionsvorbereitungskosten kumuliert werden können.

Bitte vergessen Sie nicht, die rückgestellten Posten in Ihrer Kalkulation als solche auszuweisen und die Rückstellungen in ihrer Gesamtheit in Ihrem Finanzierungsplan als Finanzierungsbaustein darzustellen.

14.10.2 Eigenleistungen

Bitte beachten Sie hinsichtlich der Anerkennung sogenannter Eigenleistungen in Ihrer Kalkulation bitte folgendes: Wir betrachten alle Kostensätze für natürliche oder juristische Personen, die mit dem antragstellenden Unternehmen, einem Koproduzenten oder einem Gesellschafter bzw. dem Geschäftsführer eines als juristische Person auftretenden Koproduzenten identisch sind oder mit diesen in einem nahen wirtschaftlichen Verhältnis stehen, als Eigenleistungen.

Bitte machen Sie diese Eigenleistungen in Ihrer Kalkulation deutlich kenntlich oder ergänzen Sie Ihren Antrag um ein Dokument, das die Eigenleistungen im Sinne unserer Definition auflistet und erläutert.

Für die Personalkosten unter Ihren Eigenleistungen gilt folgendes:

Handelt es sich um Personalkosten für Mitarbeiter, müssen diese marktgerecht kalkuliert werden.

Handelt es sich um Personalkosten des Geschäftsführers bzw. eines Gesellschafters des antragstellenden Unternehmens, müssen Sie diese mit einem Preis, der 25 % unter dem Marktpreis liegt, kalkulieren.

Für Sachleistungen unter den Eigenleistungen gilt:

Sachleistungen unter den Eigenleistungen bitten wir Sie mit einem Preis zu kalkulieren, der mindestens 25 % unter Marktpreis liegt. Bitte legen Sie uns in diesem Zusammenhang möglichst schon bei der Antragsstellung entsprechende Vergleichsangebote vor.

Bitte beachten Sie für die Schlussrechnung Ihres Projekts, dass Sie Eigenleistungen grundsätzlich immer nur in der kalkulierten Höhe abrechnen können.

Die Eigenleistungen können in den Eigenanteil rückgestellt werden. Bitte beachten Sie in jedem Fall auch die Rückstellungsregelungen aus dem vorherigen Kapitel.

14.10.3 Beistellungen

Bitte beachten Sie, dass Sie Kostenposten innerhalb Ihrer Kalkulation, die Sie in Form von Beistellungen finanzieren, maximal in marktüblicher Höhe kalkulieren. Wie im Falle der Eigenleistungen sollen auch die Beistellungen schon in der Kalkulation deutlich als solche erkennbar sein und dementsprechend von Ihnen ausgewiesen werden. Als Finanzierungsnachweis bitten wir Sie, dem Antrag eine Beistellungserklärung beizulegen.


15 Eigenanteil

Unser Modell sieht vor, dass der Produzent im Rahmen der Produktionsvorbereitungsförderung einen angemessenen Eigenanteil zur Finanzierung erbringt. Dies kann in Form von Verleih- und Vertriebsgarantien, Fernsehlizenzverkäufen, Kofinanzierungsmitteln, Eigenleistungen sowie durch Eigenmittel geschehen. Filmfördermittel, mit Ausnahme von Preisgeldern und sogenannten Referenzmitteln, können wir nicht auf den Eigenanteil anrechnen. Die Eigenmittel sollen mindestens 5% der kalkulierten Produktionsvorbereitungskosten betragen, bei Koproduktionen bezogen auf den von der jeweiligen Seite zu finanzierenden Koproduktionsanteil. Sie werden in Form von Barmitteln aus dem Vermögen des Antragstellers sowie Fremdmitteln akzeptiert. Fremdmittel sind unbedingt rückzahlbaren Darlehen Dritter (z.B. Bankdarlehen) Bitte legen Sie Ihrem Antrag zum Nachweis der vorhandenen Eigenmittel entsprechende Bankbestätigungen bei. In Ausnahmefällen kann auf schriftlichen Antrag eine Herabsetzung des Eigenanteils oder die Kalkulation von Rückstellungen gewährt werden, die den Eigenanteil ganz oder teilweise ersetzen.


16 Koproduktionen

Bitte beachten Sie in Ihrem Finanzierungsplan im Falle einer Koproduktion die für internationale Koproduktionen geltenden bi- und multilateralen Abkommen.


17 Kalkulationen und Finanzierungsplan als Bestandteil der Einseitigen Verpflichtungserklärung (EVE)

Die finale Kalkulation des Produktionsvorbereitungsbudgets sowie der Finanzierungsplan werden im Fall einer Bewilligung des Förderantrags sowie einer anschließend positiv abgeschlossenen wirtschaftlichen und juristischen Prüfung der finalen Projektunterlagen wesentlicher Bestandteil der sogenannten Einseitigen Verpflichtungserklärung (EVE; vgl. dazu auch die Informationen in Kapitel 10.1. dieses Dokuments). Die EVE hat den Charakter der finalen und rechtlich verbindlichen Förderzusage und ist mit dem anderenorts üblichen Fördervertrag vergleichbar.

Nach Ausstellung der EVE sind Umverteilungen innerhalb der Kalkulation möglich, sie müssen jedoch nachvollziehbar sein und innerhalb des Verwendungsnachweises begründet werden. Bitte teilen Sie uns eventuelle Veränderungen an der EVE zugrundeliegenden Finanzierungsplan bzw. an der Höhe des Produktionsvorbereitungsbudgets umgehend mit. Beides muss unbedingt von der BLS genehmigt werden, da die EVE sonst Ihre Gültigkeit verliert.


18 Auszahlung der Fördermittel

Die Auszahlung des Beitrags führen wir in drei Teilbeträgen durch. Bitte beachten Sie, dass die Auszahlungen nie automatisch erfolgen, sondern von Ihnen innerhalb bestimmter Fristen sowie begleitet von spezifischen Dokumenten mittels eines Abrufformulars bei uns angefordert werden müssen. Die Auszahlung des ersten Teilbetrages von 50% erfolgt bei Schließung der Finanzierung und der Vorlage entsprechender Dokumente. Den zweiten Teilbetrag von 25% zahlen wir aus, nachdem wir Ihren Bericht über die Ausgaben und die Weiterentwicklung des Projekts mit den Mitteln der ersten Förderrate geprüft haben. Die Auszahlung des dritten Teilbetrages von 25% erfolgt nach Prüfung des Abschlussberichts, der Ergebnisse und der Gesamtausgaben.Allgemeine Informationen bezüglich der Auszahlungsvoraussetzungen finden Sie nachfolgendend. Alle projektspezifischen Informationen erhalten Sie von uns nach einer positiven Förderentscheidung rechtzeitig auf schriftlichem Wege.


19 Teilbeträge, Fristen und Verpflichtungen

Bitte beachten Sie, dass folgende Angaben ausschließlich Ihrer Information dienen. Juristisch bindende Informationen enthält im Falle einer positiven Förderentscheidung die Einseitige Verpflichtungserklärung (EVE). Die folgenden Angaben spezifizieren Art.7 Abs.1 der Anwendungsrichtlinien.

19.1 Teilbetrag 1 als Vorschuss

Den ersten Teilbetrag von 50% können wir auszahlen, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

Bitte legen Sie uns die entsprechenden Dokumente in der Regel 6 Monate nach Datum der Förderzusage vor.

19.2 Teilbetrag 2 als Vorschuss

Die Auszahlung des zweiten Vorschusses von 25% erfolgt nach einer Zwischenabrechnung und vorläufiger Prüfung der Ausgaben des ersten Vorschusses sowie nach Vorlage eines detaillierten Berichts über die bis zum Zeitpunkt der Abrechnung erfolgten Maßnahmen. Bitte gewährleisten Sie, dass die Dokumente spätestens 12 Monate ab Datum der Förderzusage eingereicht werden.

19.3 Finaler Teilbetrag

Den finalen Teilbetrag von 25% können wir auszahlen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

Bitte reichen Sie Ihren Verwendungsnachweis spätestens 24 Monate ab Datum der Förderzusage.


20 Verwendungsnachweis

Vor Auszahlung der letzten Förderrate und spätestens 24 Monate nach Ausstellung der Förderzusage müssen Sie uns einen inhaltlich orientierten Abschlussbericht sowie einen Verwendungsnachweis der Mittel vorlegen. Mit Auszahlung des Teilbetrags 2 erhalten Sie von uns eine Erinnerungsemail, die noch einmal alle wesentlichen Informationen zusammenfasst, die Sie zur Erstellung des Abschlussberichtes und des Verwendungsnachweises benötigen. Zunächst erfolgt die Überprüfung des inhaltlichen Abschlussberichts durch die BLS. Anschließend und nach positver inhaltlicher Überprüfung des inhaltlichen Fortschritts des Projekts übernimmt die von uns beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly Revisa GmbH die Überprüfung des Verwendungsnachweises. Demensprechend werden Sie in unserer Email dazu aufgefordert, alle Unterlagen, die zur Prüfung des Verwendungsnachweises notwendig sind, direkt der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zukommen zu lassen. Sobald die Prüfung ihres Projekts ohne Beanstandungen erfolgt ist und wir von der Baker Tilly Revisa die entsprechende Mitteilung erhalten haben, können Sie bei uns den finalen Teilbetrag Ihrer Fördersumme abrufen.

20.1 Details zu Verwendungsnachweis und Abschlussbericht

Für die Schlussprüfung der geförderten Projekte hat die BLS die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly Revisa GmbH beauftragt, die für die Prüfung folgende Dokumente von Ihnen benötigt:

20.2 Weitere Informationen

Bitte beachten Sie hinsichtlich des Verwendungsnachweises außerdem folgende Informationen:

20.2.1 Ordentliche Rechnung

Es können nur die Aufwendungen anerkannt werden, für die eine kaufmännisch ordentliche Rechnung vorliegt, die auf den Förderempfänger ausgestellt ist und für die ein tatsächlicher Mittelfluss nachgewiesen werden kann. Einzelbelege müssen eindeutig dem Projekt zugeordnet werden können.

20.2.2 Aufbau und Inhalt des Verwendungsnachweises

Bitte gliedern Sie den Verwendungsnachweis genauso wie den finalen Finanzierungsplan und die finale Kalkulation, indem sie die kalkulierten und die tatsächlichen Kosten gegenüberstellen.

Wir bitten Sie, die Originalbelege und -verträge zur Einsicht bereitzuhalten. Auf Wunsch sollten Sie uns Kopien hiervon vorlegen.

Bitte sorgen Sie dafür, dass der Verwendungsnachweis und die entsprechende Rechnungslegung in branchenüblicher, vor allem durch die Fernsehsender anerkannter, kaufmännisch geordneter und aussagefähiger Form in absoluter Transparenz erfolgen. Wir legen Wert darauf, dass Sie dabei jederzeit die Grundsätze sparsamer Haushaltsführung beachten. BLS bzw. die von ihr beauftragten Dritten haben diesbezüglich ein Bucheinsichtsrecht in alle Unterlagen der geförderten Produktion, das sie jederzeit ausüben dürfen.

Im Zusammenhang mit der Rechnungslegung können wir die Übergabe von erläuternden schriftlichen Materialien, die Anfertigung entsprechender rechnerischer Aufstellungen sowie weitere schriftliche Nachweise verlangen.

20.3 Unter- bzw. Überschreitung der kalkulierten Produktionsvorbereitungskosten

Sollten Sie die kalkulierten, der Einseitigen Verpflichtungserklärung (EVE) zugrundeliegenden Produktionsvorbereitungskosten des Projekts unterschreiten, sind wir leider gezwungen, den Förderbeitrag der Unterschreitung entsprechend prozentual zu kürzen. Dies hat zur Folge, dass die finale Rate der Produktionsvorbereitungsförderung nicht zur Gänze ausgezahlt werden kann.

Im Falle einer Überschreitung der kalkulierten Produktionsvorbereitungskosten können wir die Fördersumme leider nicht nachträglich erhöhen.


21 Sonstige Informationen

Bitte beachten Sie die Nennungsverpflichtungen aus Artikel 10 der Förderrichtlinien und nennen Sie BLS branchenüblich in Vor- und/oder Abspann Ihrer Produktion sowie immer dann, wenn Förder- und Finanzierungspartner des geförderten Projekts genannt werden. Bitte nutzen Sie dazu in der Regel unser Logo, das Ihnen unter www.bls.info zum Download bereitsteht.


22 Rechtliche Hinweise

Die Zahl der geförderten Projekte ist nicht abhängig von der Jahresmittelverfügbarkeit der Südtiroler Filmförderung. Es besteht also kein Anspruch auf eventuell noch vorhandene Mittel der Filmförderung zum Jahresende.

Die BLS behält sich grundsätzlich vor, Antragssummen nicht in voller Höhe zu genehmigen.

Eingereichte Projekte können auch in nachfolgenden Einreichperioden genehmigt werden.

Da es sich bei der Förderentscheidung um einen Verwaltungsakt handelt, können Sie gegen diese fristgerecht rechtliche Schritte einleiten. Über die Fristen werden Sie in den Zu- und Absageschreiben aufgeklärt.

22.1 Falschangaben des Antragstellers

Falschaussagen oder Unterschlagung der geforderten Informationen, führen zur Nichtberücksichtigung des Antrags bzw. im Falle einer bereits gewährten Förderung, zum sofortigen Widerruf derselben und einer Rückzahlungsverpflichtung des Antragstellers.

Es können Stichproben durchgeführt werden.

22.2 Insolvenz oder Projektabbruch

Ein wie auch immer begründeter Projektabbruch hat die Haftung des oder der verantwortlichen Produzenten für den Zuschuss der südtiroler Filmförderung zur Folge. BLS kann die gesamte Fördersumme oder eine zum angekündigten Fördereffekt in Relation stehende Höhe zurückverlangen.

22.3 Haftung für den Zuschuss

Die Haftung für den Zuschuss übernimmt grundsätzlich der Geförderte. Wir behalten uns das Recht vor, im Falle einer Koproduktion auf eine Mithaftung weiterer risikobeteiligter Produzenten zu bestehen.

22.4 Ausschluss des Rechtsanspruches auf Förderung

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht ausdrücklich nicht.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Merkblatt weiterhelfen zu können. Für Rückmeldungen bezüglich der Qualität und der Verständlichkeit der getroffenen Aussagen sind wir grundsätzlich dankbar. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Projekt viel Erfolg!