Förderung in Deutschland

Deutschland verfügt über ein sehr gut ausgebautes Filmfördersystem. Dies gilt im europäischen Vergleich sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene.

Bundesweit hat sich der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) als besonders erfolgreiches Fördermodell erwiesen. Er wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) verantwortet und von der Filmförderanstalt (FFA) verwaltet. Auch für internationale Produktionen, die ganz oder teilweise in Deutschland realisiert werden, bietet er Förderungsmöglichkeiten an.

Seit 2007 stellt der DFFF jährlich 60 Millionen Euro für Produktionen von Kinofilmen in Deutschland zu Verfügung. Bis zu 20 Prozent der in Deutschland anerkannten und ausgegebenen Produktionskosten können als Zuschuss erstattet werden. Voraussetzungen für eine Unterstützung sind unter anderem ein kultureller Bezug zu Deutschland, die Investition von mindestens einem Viertel der Herstellungskosten in Deutschland und der Vertrieb im Kino mit einer festgelegten Mindestanzahl an Kopien. Beantragen können Produzenten mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland sowie internationale Filmschaffende, die  mit einem deutschen Koproduzenten zusammenarbeiten.

Auch auf regionaler Ebene existiert in Deutschland eine reichhaltige Förderkultur mit Institutionen in fast allen deutschen Bundesländern. Die einzelnen Budgets erreichen bis zu 35 Millionen Euro jährlich und bilden gemeinsam mehr als ein Drittel der insgesamt in Deutschland zur Verfügung gestellten Subventionen für die Filmindustrie. In die Töpfe der großen regionalen Förderer zahlen zumeist auch öffentliche und private TV-Sender ein. Gefördert werden in den meisten Bundesländern Kino- und Fernsehfilme aller Genres und Längen. Vom Drehbuch über die Projektentwicklung bis zum Verleih und Vertrieb sind alle Projektphasen förderfähig. Der Schwerpunkt liegt jedoch deutschlandweit auf der Produktion selbst.

Antragsberechtigt sind Produzenten mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland. Ausländische Produzenten benötigen fast ausnahmslos einen deutschen Koproduzenten mit Sitz bzw. Niederlassung in dem entsprechenden Bundesland, der die Förderung beantragt und gemeinsam mit dem relevanten Projekt die sonstigen Fördervoraussetzungen erfüllt. Koproduktionen sind bis auf wenige Ausnahmen bei einzelnen regionalen Förderinstitutionen sehr willkommen und werden gerne gefördert.

Die Förderung ist in allen Bundesländern an einen sogenannten Regionaleffekt gebunden. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass mindestens 150% der beantragten Fördersumme im Rahmen der Produktion in der jeweiligen Region investiert werden müssen.

 
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