Förderung in Österreich

Auch unsere österreichischen Nachbarn verfügen über  nationale sowie regionale Filmförderinstitutionen in den einzelnen österreichischen Bundesländern, die Fernseh- und Kinofilmproduktionen unterstützen.

Auf nationaler Ebene sind - insbesondere aus internationaler Perspektive - die projektbezogene Filmförderung des Österreichischen Filminstituts (ÖFI) sowie das im Herbst 2010 neu eingeführte Fördermodell „Filmstandort Österreich“ (FISA) von Interesse. Das ÖFI fördert auf Antrag auch internationale Koproduktionen mit Österreich, wenn der österreichische Partner als Antragsteller fungiert und die Fördervoraussetzungen erfüllt. Liegt kein Koproduktionsabkommen zwischen den beteiligten Ländern und Österreich vor, muss der inländische finanzielle, künstlerische und technische Anteil am Projekt mindestens 30 % betragen.

Das Fördermodell FISA ist mit insgesamt 20 Millionen Euro über den Zeitraum von drei Jahren (2010 – 2012) dotiert und wendet sich an  internationale Kino-Projekte mit österreichischer Koproduktion. Analog zum deutschen DFFF, der für das österreichische Modell Pate stand, kann die Förderung nur durch einen Produzenten mit Sitz oder Niederlassung in Österreich beantragt werden. Folglich benötigen ausländische Produzenten einen österreichischen Partner für die Antragstellung. Die maximale Fördersumme liegt bei 25 Prozent der in Österreich anerkannten Herstellungskosten und wird in Form eines Zuschusses gezahlt. Wie in Deutschland handelt es sich auch in Österreich um eine automatische Förderung, die ohne Juryentscheidung gewährt wird. Hierzu muss die Produktion bestimmte wirtschaftliche und kulturelle Kriterien erfüllen, die anhand eines Punktekatalogs ermittelt werden können. Beantragen können Sie die Förderung ausschließlich online unter www.filmstandort-austria.at.

Regionale Filmförderungen aus den einzelnen österreichischen Bundesländern sind in der Regel ebenso wie in Deutschland an einen festgelegten Regionaleffekt gebunden, der im Rahmen der Filmherstellung in dem jeweiligen Bundesland zu erbringen ist. Die Kriterien sind in Österreich von Region zu Region verschieden. Der Filmfonds Wien gewährt mit rund 10 Mio. € Budget im Jahr die größte österreichische Regionalförderung und definiert den sogenannten „Wiener Filmbrancheneffekt“ als Entscheidungsfaktor bei der Vergabe von Fördermitteln. Für andere Regionalförderungen spielen bei der Bewertung antragstellender Projekte hingegen auch potentielle touristische Werbeeffekte eine Rolle. Koproduktionen sind in der Regel sehr willkommen und werden gerne gefördert. Ein interessanter Aspekt für nicht-österreichische Produzenten zum Schluss: Nicht in allen österreichischen Bundesländern ist zur Beantragung der Fördergelder ein österreichischer Koproduzent notwendig.

 
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