Wir gingen – Ce n’andammo

In seinem wohl bekanntesten Roman „Die Walsche“ von 1982 schildert der vielfach ausgezeichnete Südtiroler das Spannungsverhältnis zwischen Südtirolern und Italienern anhand des Schicksals einer jungen Bergdorfbewohnerin, die zwischen zwei Welten pendelt, ohne sich in einer der beiden wirklich zu Hause fühlen zu können.

2004 erscheint „Wir gingen – Ce n’andammo“. Das Buch ist eine Art Familienchronik – und doch geht es weit über diese Gattung hinaus. Die Familie des Autors lebt in Meran. Südtirol gehört bereits seit 20 Jahren zu Italien, die Faschisten regieren das Land und Hitler hat mit Mussolini die endgültige Lösung des Südtirolproblems vereinbart: Jeder Bürger „darf“ sich entscheiden, ob er in Südtirol bleiben will und dabei gleichzeitig Italiener zu werden oder ob er seine Muttersprache behalten will, wofür er ins Deutsche Reich auswandern muss. Wie fast alle Südtiroler wählen auch die Zoderers die letztere Variante der „Option“. Joseph, der Sohn, erzählt von seiner Suche nach Identität. Er nähert sich ihr über die Erinnerung an seine früheste Vergangenheit, derer er sich nur über das Gespräch mit seinem Bruder annähern kann.

Quelle
Titel: Wir gingen
Autor: Joseph Zoderer
Erscheinungsjahr: 2004
Verlag: Edition Raetia
ISBN-Nr.: 978-8872832172

 
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