Südtirols Wirtschaft ist weltweit gefragt

Betrachten wir die wirtschaftliche Entwicklung Südtirols, so wird schnell klar, worauf dieses Land seinen ökonomischen Fokus legt: Dienstleistung, Landwirtschaft und Technologie. Über 27.000.000 Übernachtungen stehen jährlich zwischen Vinschgau und Pustertal in den Gästebüchern der Hotels, Pensionen und Gasthäusern. Fast 50% der Gäste stammen aus Deutschland. Diese kommen hauptsächlich für sportlich ambitionierte Aufenthalte nach Südtirol. Bergwandern, Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken gehören zu den gefragten Spielarten, aber auch Golf-, Wellness- und Familienurlaube werden zunehmend gebucht. Und dann kommt die weiße Pracht. Dolomiti Superski, Ortler Skiarena sowie die Gebiete im Ahrn- und Eisacktal zählen mit ihren 1.000 Pistenkilometern zu den größten und technologisch innovativsten Alpinskidestinationen auf der ganzen Welt.

Doch Pisten und Berge alleine machen noch keinen erfolgreichen Winter. Gefragt sind hier ein sensibler Umgang mit den natürlichen Ressourcen sowie ein Infrastrukturkonzept, das ausreichend Kapazität für die jährlich wachsende Anzahl an Wintersportfreunden bietet. Südtirol gibt die Antwort: Rund 400 Lifte und Bahnen können knapp 500.000 Personen sicher und bequem befördern – und das jede Stunde, an über 180 Skitagen im Jahr. Natürlich benötigt die dazu erforderliche Technik viel Energie. Energie, die hier in Südtirol zu einem außergewöhnlich hohen Prozentsatz aus erneuerbaren Quellen gespeist wird. Über die Hälfte des gesamten Strom- und Wärmebedarfs - das Aufkommen für den Verkehr nicht mitgerechnet - deckt Südtirol mit Sonne, Wasser und Biomasse. Der mit Wasserkraft produzierte Strom übersteigt den Bedarf des Landes fast um das Doppelte. Damit ist die nördlichste Provinz Italiens in Sachen erneuerbare Energien nicht nur führend im eigenen Land, sie übt eine Vorbildfunktion für ganz Europa aus. Die Erfahrungen und Kompetenzen in diesen Bereichen führen dazu, dass sich Südtirol heute weltweit einen Spitzenplatz für alpine Technologien gesichert hat. Wo auch immer man Berge, Schnee und Wintersport findet, ist alpine Technik und Qualität aus Südtirol gefragt.

Ergänzend zu den Errungenschaften in Punkto Technologie- und Know-how-Export spielt die Landwirtschaft in Südtirol eine Rolle, die von jeher sehr gut besetzt ist. Allen voran mit einer Frucht, die wie keine andere für die grünen Hügel und sonnenreichen Tage Südtirols steht: der Apfel. Seit 1867 verbindet eine Eisenbahnlinie über den Brenner die Alpensüd- und -nordseite und ermöglichte es den Südtiroler Apfelbauern, das rotbackige Rundobst auf wichtigen Bühnen in Europa zu inszenieren. Und das tun sie seit jeher mit Ehrgeiz und Erfolg: Schon bald schätzt man Äpfel aus dem Süden an den Kaiserhöfen Wiens, Berlins und St. Petersburgs als echtes Luxusgut. Im 21. Jahrhundert hat der Apfel nichts an seiner Attraktivität eingebüßt. 12 verschiedene Sorten, gepflanzt von etwa 8.000 Obstbauern, gedeihen jedes Jahr auf einer Fläche von 18.400 Hektar. Damit besitzt Südtirol die größte zusammenhängende Apfelanbaufläche in der Europäischen Union. Jeden zehnten Apfel, der in Europa gegessen wird, hat ein Bauer aus Südtirol auf seine Reise geschickt. Doch der Apfel ist nicht das einzige Obst, für das Südtirol bis weit über seine Landesgrenzen hinaus geschätzt wird. Sylvaner, Weißburgunder, Gewürztraminer, Lagrein und Vernatsch gehören zu den bekanntesten Rebsorten, die Weinbauern Jahr für Jahr in den Anbaugebieten der Südtiroler Weinstraße kultivieren. Mit bis zu 500.000 Hektolitern pro Jahr produzieren die Südtiroler Winzer zwar vergleichsweise wenig Menge, dafür aber umso mehr Qualität. Nicht umsonst hat der er bekannte Weinführer “Gambero Rosso Vini d’Italia”  Südtirol als “mächtiges Weinreich” bezeichnet.

 
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