Löhne

Löhne und Gehälter werden in Italien von den Tarifverträgen (Kollektiverträgen) bestimmt. Der garantierte Mindestlohn wird auf nationaler Ebene ausgehandelt und kann mit Zusatzverträgen in den einzelnen Provinzen oder Regionen (Landeszusatzvertrag) sowie auf betrieblicher Ebene (superminimo) an die jeweiligen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst werden.

Darüber hinaus sehen die Kollektivverträge Dienstalterszulagen von rund 20 bis 30 Euro im Monat vor, die in der Regel alle zwei bis drei Jahre fällig werden. Ein weiterer Lohnbestandteil ist die Abfertigung, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt wird. Dafür wird vom Arbeitgeber jährlich in etwa ein Monatsgehalt zurückgestellt.

Im europäischen Vergleich liegen Italiens Tarifvertragslöhne generell unter dem Niveau im deutschsprachigen Raum. Zumindest ein Teil dieser Differenz wird in Südtirol wieder aufgeholt; bei nationalen Einkommensstatistiken hat die Provinz klar die Nase vorne.

 
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