Krankenversicherung

Um in den Genuss einer italienischen Krankenversicherung zu kommen, ist eine Einschreibung beim lokalen Gesundheitsdienst notwendig, der unter dem Kürzel ASL (Azienda Sanitaria Locale) bekannt ist. Ausländische Staatsbürger sind in der Regel dazu berechtigt, wenn sie eine Aufenthaltsgenehmigung und ihren Wohnsitz in Italien haben und hier Sozialbeiträge einzahlen. Bei Ehepartnern und Kindern von Versicherten oder EU-Bürgern, die seit mehr als fünf Jahren hier ansässig sind, ist der Versicherungsschutz nicht an eine Arbeitstätigkeit gebunden. Im Zug der Einschreibung wird aus einer bestehenden Liste ein Hausarzt oder – im Fall von Kindern – Kinderarzt gewählt und ein Krankenkassenbuch ausgestellt. Nach einiger Zeit erhalten die Neueingeschriebenen per Post ihre Gesundheitskarte zugesandt. Diese berechtigt nicht nur in Italien, sondern auch in der restlichen Europäischen Union zur Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Gleichzeitig dient die Karte auch als Nachweis der Steuernummer, die auf einem Strichcode und Magnetstreifen gespeichert ist.

Wer nicht die Voraussetzungen erfüllt, sich beim Nationalen Gesundheitsdienst anzumelden und nicht in seinem Herkunftsland versichert ist, muss eine private Krankenversicherung abschließen. Alternativ dazu gibt es für bestimmte Gruppen wie Studierende die Möglichkeit, sich gegen Bezahlung eines Jahresbeitrages freiwillig beim Nationalen Gesundheitsdienst zu versichern.

 
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