Schule

Die Schule steht in Italien allen offen und ist kostenfrei. Die Schulpflicht beträgt zehn Jahre, die Bildungspflicht hingegen zwölf Jahre. Das bedeutet, dass Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr eine Schule besuchen oder einer Ausbildung mit berufsqualifizierendem Abschluss nachgehen müssen. Die Schule startet im Alter von sechs Jahren; zugelassen werden auch Kinder, die innerhalb Ende April der ersten Klasse ihr sechstes Lebensjahr vollenden. In den ersten acht Jahren ist mit der fünfjährigen Grundschule (scuola primaria) und der dreijährigen Mittelschule (scuola media) ein einheitlicher Bildungsweg für alle vorgesehen. Danach können die in der Regel 14-Jährigen zwischen drei Schultypen mit unterschiedlichsten Fachrichtungen entscheiden: dem Gymnasium (liceo), der Fachoberschule (istituto tecnico) oder der Berufsfachschule (istituto professionale).

Die ersten beiden Schultypen dauern fünf Jahre und werden mit einer staatlichen Matura (Abitur) abgeschlossen. In der Berufsbildung variiert die Dauer zwischen drei und fünf Jahren; in Abhängigkeit davon reicht der Abschluss von einer Berufsbefähigung bis zur Matura. In Südtirol steht 15-Jährigen nach Abschluss eines 9. Schuljahrs darüber hinaus der Weg einer sogenannten Lehrlingsausbildung offen, also einer dualen Ausbildung in Berufsschule und Betrieb. Die Einschreibungen in Grund- und Mittelschulen finden in Südtirol im Januar statt. Für Fachoberschulen und Gymnasien endet die Einschreibung für das darauffolgende Schuljahr im März.

Schülerinnen und Schüler mit Staatsbürgerschaft eines Mitgliedstaates der Europäischen Union werden aufgrund der besuchten Schuljahre in die darauf folgende Klasse, welche sie im Herkunftsland erfolgreich abgeschlossen haben, eingeschrieben.

Privatschulen

Ob Waldorf oder Montessori, mehrsprachige Grundschule oder Franziskanergymnasium: In Südtirol gibt es eine Reihe staatlich anerkannter Privatschulen.

 
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