Über Südtirol

Dreisprachiges Land mit einer einmaligen Kulturlandschaft, die es zu einem reizvollen Urlaubsland macht, ein Wirtschaftsstandort, Bindeglied zwischen Nord und Süd und eine der wohlhabendsten Regionen Europas: Vieles das Südtirol heute ausmacht, ist in Zusammenhang mit seiner bewegten Geschichte zu sehen. Die 500.000-Einwohner-Provinz südlich des Brennerpasses wurde erst nach dem Ersten Weltkrieg 1919 Teil Italiens. Die Machtergreifung der Faschisten im Jahr 1922 und deren rücksichtslose Assimilierungspolitik hat Land und Menschen genauso geprägt wie die sogenannte Option, in deren Rahmen Südtiroler/innen 1939 nach einem Pakt zwischen Hitler und Mussolini entscheiden sollen, ob sie in das Deutsche Reich auswandern oder italienische Staatsbürger/innen bleiben wollen.

Heute hat die nördlichste Provinz Italiens eine weltweit als Vorbild geltende Sonderautonomie, die in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg schrittweise erkämpft wurde. So hat die Autonome Provinz Bozen eine Reihe von primären Gesetzgebungsbefugnissen in wichtigen Bereichen wie Kultur, Berufsbildung, Wirtschaft, Soziales oder Raumordnung. Die deutsche Sprache ist der italienischen vor Gericht und in öffentlichen Ämtern gleichgestellt. Die Gleichbehandlung aller drei offiziellen Sprachgruppen des Landes, zu denen neben der deutschen und der italienischen auch die ladinische Bevölkerung zählt, wird über ausgefeilte Proporzregeln garantiert.

Für das überdurchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen im Land sorgt nicht nur eine florierende Wirtschaft, sondern auch die gute finanzielle Ausstattung der Autonomie: 90% aller Steuern, die im Landesgebiet eingetrieben werden, fließen vom Staat an das Land. Entsprechend großzügig ausgestattet ist der Landeshaushalt, der 2014 bei 5,184 Milliarden Euro lag.

 
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