Rückblick auf 7 Jahre BLS: „Wir waren ein Entwicklungstreiber“

Von der Filmförderung über die Abschaffung von Zuweisungs-Prozeduren und den Technologiepark bis zur „Green Region“: Die Palette der Initiativen, die Südtirols Standortagentur Business Location Südtirol (BLS) in sieben Jahren Tätigkeit lanciert hat, ist breit. Mit Jahreswechsel fusioniert BLS mit EOS, SMG und TIS.


Deshalb zogen Präsidentin Helga Thaler Ausserhofer und Direktor Ulrich Stofner Bilanz: „BLS war ein Entwicklungstreiber. Sie hat viel gesät, heute wächst Neues in Südtirol“ erklärten die beiden bei einer Pressekonferenz, die nicht zufällig in einer Gärtnerei stattfand. Erklärt wurde auch, wohin sich BLS-Kunden künftig wenden können, um in den Genuss der gewohnten Services zu kommen. Und BLS bleibt als Projektgesellschaft für den Bau des NOI Techparks bestehen.

„Die Standortagentur BLS nahm Anfang 2009 ihre Tätigkeit auf mit dem Ziel, in einer einzigen flexiblen Struktur alle Zuständigkeiten zu den Gewerbegebieten und zum Standort zu bündeln. Sie war somit Dienstleister für Unternehmen und Gemeinden, Zuweisungsbehörde und Vermarkter des Landes in einem. Aber ganz besonders war BLS ein Entwicklungstreiber“, sagte Helga Thaler Ausserhofer. „Mit ausgesprochen guten Mitarbeitern und mit der Unterstützung durch den Eigentümer Land und durch viele Partnerorganisationen setzte sie neue Pflanzen im Wirtschaftsgarten Südtirol und trug so viel zur Stärkung des Standorts bei.“ Diese Pflanzen würden sich nun in unterschiedlichen Wuchsstadien befinden, und nach der Reorganisation auch weiterhin gut gepflegt werden – wenn auch unter anderer Obhut, sagte Ulrich Stofner.

So werden die Zuständigkeiten rund um die Gewerbegebiete ab 2016 wieder in die Landesverwaltung integriert. Unternehmen und Gemeinden wenden sich daher in Zukunft für diese Belange an das „Amt für Handwerk und Gewerbegebiete“. Green Mobility wird der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) angegliedert. Der Bereich Film, das Standortmarketing und die Betreuung auswärtiger Ansiedlungsprojekte sind ab 2016 in der neu geschaffenen IDM Südtirol – Alto Adige zu finden. Die BLS selbst bleibt weiterhin bestehen als Projektgesellschaft für den Bau des Technologieparks, immer schon eine der Schlüsselaufgaben der BLS. „Wir haben bereits seit 2012 im Auftrag des Landes die Planungsarbeiten gemacht und gemeinsam mit vielen Partnern die strategische Positionierung und den Namen entwickelt. Die Entwicklung, der Bau und die Verwaltung des gesamten Areals von 12 Hektar bleiben Aufgabe der BLS“, erklärt Stofner, der der BLS weiterhin als Direktor vorstehen wird.

In seinem Resümee über sieben Jahre BLS nannte der BLS-Direktor die wichtigsten Resultate, die die Südtiroler Standortagentur in dieser Zeit erreicht habe: „Südtirol konnte sich in Rekordzeit als wichtigster regionaler Filmstandort in Italien etablieren. Für die Unternehmen sehr wichtig waren die Abschaffung der Enteignung und der Zuweisung und die Einführung neuer Qualitätsstandards mit mehr Grün und mehr Flexibilität in der Planung von Gewerbegebieten.“ Mit dem Projekt STEP habe man das Thema „Übergemeindliche Gewerbegebiete“ lanciert, und auch das Motto „Bestandsnutzung vor Neuausweisung“ sei von der BLS initiiert worden. Das führte zur Gründung von Südtirols größter Datenbank für gewerbliche Liegenschaften. Durch BLS wurde der Technologiepark auf ein Gesamtareal von 12 Hektar ausgeweitet und erhielt mit NOI eine starke Leitidee und einen erfolgsversprechenden Namen. BLS vermarktete Südtirol erstmals als Wirtschaftsstandort und positionierte das Land als „Green Region“, die sich durch viele herausragende Akteure auszeichnet. Die Folge war laut Stofner ein deutlicher Anstieg der Ansiedlungen deutscher und italienischer Unternehmen in Südtirol. Auch das Thema „Green Mobility“ hat BLS aufgegriffen und die Vision von Südtirol als Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität vorangetrieben.

„Pro Jahr betreute die BLS durchschnittlich 400 einheimische und 90 auswärtige Unternehmen sowie 90 Gemeinden in Fragen zu den Themen Standort und Gewerbegebiete und investierte im Auftrag des Landes insgesamt 125,9 Millionen Euro zu Gunsten von Unternehmen und Infrastrukturen in Gewerbegebieten“, so die BLS-Präsidentin Thaler Ausserhofer abschließend.

 
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