Südtirol für deutsche Unternehmen zunehmend interessanter. „Standort kontinuierlich ins Gespräch bringen“

Bild: (v.l.) Hartwig Weidacher (EKON my Gekko), Petra Seppi (BLS), Ulrich Stofner (BLS), Curt J. Winnen (Munich Network) und  Rudi Rienzner (Südtiroler Energieverband).

Immer mehr deutsche Unternehmen, die nach Italien expandieren, wählen Südtirol als Standort für ihre Investitionen. Laut den Zahlen von REPRINT-Politecnico di Milano hatten 2014 13 Prozent der italienischen Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen ihren Hauptsitz in Südtirol; 2008 waren es noch 7 Prozent.


„Das Vertrauen deutschsprachiger Investoren in den Markt Italien steigt seit einiger Zeit wieder; wir haben dieses Interesse verstärkt genutzt, um Südtirol als Wirtschaftsstandort ins Gespräch zu bringen – ein Bemühen, das nun offensichtlich Früchte trägt“, sagt Ulrich Stofner, Direktor der Business Location Südtirol (BLS). So habe man den Wirtschaftsstandort Südtirol dieses Jahr gleich bei mehreren Events in Deutschland und Österreich präsentiert, zuletzt bei der Cleantech Conference in München.

„Auch und gerade in wirtschaftlich etwas bewegteren Zeiten ist es wichtig, am Markt präsent zu sein und den Unternehmen unseren Standort konstant näher zu bringen. Ein sehr wichtiger Partner für uns war dabei Munich Network, ein Netzwerk von Technologieunternehmen in der Region München, mit dem wir mehrere sehr gut besuchte Events organisiert haben“, erklärt Petra Seppi, die Leiterin der Abteilung Business Location der BLS. „Als Plattform für Innovation und Kooperation bietet uns Munich Network Zugang zu den Führungskräften deutscher Unternehmen, andererseits können wir durch den fundierten Auftritt Südtiroler Unternehmen und Institutionen Bekanntheit und Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Südtirol schaffen.“

Die Cleantech Conference am 24. November in München mit etwa 100 hochkarätigen Teilnehmern war der Schlusspunkt einer Reihe von gemeinsamen Veranstaltungen von BLS und Munich Network in diesem Jahr. Thema des Meetings war die Schnittstelle zwischen Digitalisierung und Energie; für Südtirol sprachen auf Einladung der BLS Rudi Rienzner, Geschäftsführer des Südtiroler Energieverbands, und Hartwig Weidacher von EKON my Gekko. Bereits am 24. September wurde vor 300 Anwesenden das Thema Industrie 4.0 bei der Smart Factory Innovation erörtert. Den Südtiroler Standpunkt brachte dabei Dominik Matt von Fraunhofer Italia ein.

Bei einem Südtirol Business Lunch mit 30 Geladenen zum Thema Biomethan am 14. Juli referierten Hannes Zischg von Südtirol Invest, Matthias Rogger von BTS Biogas und Stefan Prosch von der Enyvo. Petra Seppi rundete die Informationen mit Daten und Zahlen zum Wirtschaftsstandort Südtirol ab. Um die Rolle von Wasserstoff in der Mobilität drehte sich hingegen ein Südtirol Business Lunch am 5. März mit circa 40 Teilnehmern. Als Referenten konnten Walter Huber vom Institut für Innovative Technologien IIT Bozen, Leonhard Künig von den GKN Sinter Metals Bruneck und Thomas Zorn von der Linde AG gewonnen werden. Fabian Haas von der BLS lieferte ergänzende Infos zum Innovationsstandort Südtirol.

 
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