Ergebnisse Call 1 | 2014 stehen fest

In der ersten Förderrunde des Jahres 2014 unterstützt die BLS 11 Filmprojekte aus Deutschland, Österreich und Italien - darunter ein Film aus Südtirol - mit einer Gesamtsumme von 2,13 Millionen Euro. Insgesamt 600.000 € erhält das österreichische Wildnis-Drama "The Way of the Eagle" (AT) von Terra Mater Factual Studios aus Wien. Das Kinodrama der Münchner Lucky Bird Pictures "Georg Elser - Der Hitler muss weg" (AT) wird mit 500.000 € unterstützt. Auch Til Schweigers Roadmovie "Honig im Kopf" (AT) wird mit 150.000 € gefördert.
Die Einreichfrist für den zweiten Förder-Call in diesem Jahr endet am 7. Mai 2014.

Förderentscheidung vom 18.03.2014

I. Produktionsförderung

1. The Way of the Eagle (AT)

Förderung                  600.000, 00 €
Produktion Terra Mater Factual Studios GmbH (AT)                               
Regie Gerardo Olivares
Drehbuch Joanne Reay, Gerardo Olivares

Wildnis-Drama. Ein Adlerküken wird von seinem stärkeren Bruder aus dem Nest geworfen. Normalerweise würde es verenden, doch dieses hier hat Glück, der Junge Lukas findet es und zieht es groß. Doch der Tag, an dem Lukas den Adler wieder auswildern muss, rückt immer näher. Wird es Lukas schaffen, dem Tier die Freiheit zu schenken und wird der junge Adler in der Wildnis überleben?

2. Georg Elser - Es muss sein! (AT)

Förderung                  500.000, 00 €
Produktion Lucky Bird Pictures GmbH (DE) in Koproduktion mit Delphi Medien GmbH (DE) und Broth Film Breinersdorfer & Rothemund GbR (DE)                                   
Regie Torsten C. Fischer
Drehbuch Fred Breinersdorfer

Drama. Georg Elser, ein Schreiner aus Königsbronn, fasst nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1939 den Entschluss, Hitler im Alleingang zu ermorden. Eine selbstgebaute Bombe im Münchner Bürgerbräukeller verfehlt ihr Ziel nur um 13 Minuten. 13 Minuten, die die Weltgeschichte hätten ändern können. Wer war dieser einfache Mann, der die Kriegsgefahr durch Hitler so früh erkannte und handelte, als alle anderen mitliefen oder schwiegen?

3. Honig im Kopf (AT)

Förderung                  150.000, 00 €
Produktion Barefoot Films GmbH (DE)                                                      
Regie Til Schweiger
Drehbuch Hilly Martinek, Til Schweiger

Dramedy. Der Film erzählt die Liebe zwischen der 10-jährigen Tilda und ihrem an Alzheimer erkrankten Großvater Amandus. Der Lebemann, das humorvolle, geschätzte Familienoberhaupt, entwickelt sich plötzlich zurück zu seinen kindlichen Ursprüngen. Nur die Enkelin Tilda scheint mit ihm umgehen zu können. Die Krankheit mit den Augen eines Kindes zu sehen, bedeutet, sie größtenteils mit Humor zu nehmen und das genau gelingt Tilda.

4. Wir waren Geiseln der SS (AT)

Förderung                  50.000, 00 €
Produktion Gebrueder Beetz Filmproduktion GmbH (DE)                      
Regie Robert Krause
Drehbuch Christian Frey

Doku-Drama. Am 26. April 1945 verlässt ein schicksalhafter Zug mit Gefangenen der SS das KZ Dachau. Es sind die wichtigsten Häftlinge des Nazi-Regimes – die Sonder- und Sippenhäftlinge der SS. 90 Prominente aus 17 Ländern Europas, von denen die SS glaubt, sie „seien mehr Wert als eine ganze Division“. Innerhalb der folgenden sechs Tage werden sie zur Schicksalsgemeinschaft zwischen Freiheit und Tod, bis zu ihrer Befreiung im Pustertal durch die US-Truppen.

5. Un passo dal cielo 3

Förderung                  500.000, 00 €
Produktion Lux Vide Spa (IT)                                                     
Regie Luca Monesi, Mario Ruggeri, Francesco Arlanch, Francesco Belletta
Drehbuch Jan Michelini, Monica Vullo

TV-Serie. Die dritte Staffel beginnt mit Pietros Suche nach Natashas Sohn, der von Kindesentführern verschleppt wurde. Um den Jungen zu retten, muss der Ranger sogar für eine Zeitlang Innichen verlassen. Nachdem Silvia fortgegangen ist, versucht Vincenzo zu einem normalen Leben zurückzukehren, dabei soll ihm Model Eva helfen, seine zerbrochene Liebe zu vergessen. Giorgio und Chiara trennen sich, finden aber am Ende der Staffel wieder zusammen und es kommt zur feierlichen Hochzeit.

6. Monte (AT)

Förderung                  200.000, 00 €
Produktion Zivago Media Srl (IT) in Koproduktion mit Citrullo International Srl (IT)
Regie Amir Naderi
Drehbuch Amir Naderi

Drama. Die Geschichte spielt vor langer Zeit in einem verlassenen Dorf am Fuße eines großen Bergmassivs. Agostino lebt mit seiner Frau Nina, Sohn Giovanni und Großmutter Sara in einer armseligen Hütte. Der Berg wirft riesige Schatten auf das verlassene Tal, so dass nichts wachsen und gedeihen kann. Eines Tages steigt Agostino auf den Berg und fängt an, gegen sein Schicksal zu kämpfen, bis die Sonne sein Land wieder erreicht.

7. Freestyle Stories in South Tyrol (AT)

Förderung                  44.204, 00 €
Produktion Wingman Cooperation GmbH (IT)                                             
Regie Nora Serani
Drehbuch Nora Serani

Dokumentarfilm. In diesem Film werden vier verschiedene Freestyle-Sportarten anhand von ausgewählten Themen präsentiert. Die Protagonisten stellen ihre Zugangsweise zum Freestyle dar und bringen ihre Sportart einem breiten Publikum nahe. Der Film wird in Südtirol mit Südtirolern gedreht

8. Last Exit Südtirol (AT)

Förderung                  33.000, 00 €
Produktion Wega Filmproduktion GmbH (AT)                                               
Regie Karin Duregger
Drehbuch Karin Duregger

Historische Dokumentation. Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren der Fluchtrouten führender Nazi-Größen und nimmt hier besonders eine Region ins Fadenkreuz: Südtirol. Ebenso wie Adolf Eichmann, Cheforganisator des Holocaust oder Martin Bormann, engster Vertrauter Adolf Hitlers, wählten auch viele andere NS-Funktionäre den Weg über die Brenner-Grenze durch Südtirol. Keine andere Region Europas hatte diese Voraussetzungen zu bieten: Das Land war territorial und staatsrechtlich ein „Niemandsland“. Hier war es möglich, nach Kriegsende ein sehr engmaschiges Unterstützer-Netz zu knüpfen. Hilfe kam von mehreren Seiten: Ein kleines Kloster oder auch der Wirt eines Gasthofes, das Netzwerk des Vatikan oder ehemalige Parteigenossen und alten Sympathisanten.

9. La gente dei bagni (AT)

Förderung                  15.000, 00 €
Produktion Jump Cut di Luigi Pepe (IT) in Koproduktion mit Eie Film (IT) und Associazione Culturale Don Quixote (IT)
Regie Stefania Bona, Francesca Scalisi
Drehbuch Stefania Bona, Francesca Scalisi

Dokumentation. Der Film erzählt einen Mikrokosmos, in dem sich viele unterschiedliche Personen zu einem gemeinsamen Zweck treffen: Die Körperhygiene. Das Portrait über eines der letzten öffentlichen Bäder Italiens in Turin, in welchem sich Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten treffen, jeder mit einer eigenen Geschichte. Daraus entsteht eine soziologische Studie, die die gesellschaftlichen Umwälzungen in Italien portraitiert.

Produktionsvorbereitungsförderung

1. Ötzi – The Iceman (AT)

Förderung                  29.000, 00 €
Produktion One More Pictures Srl (IT)                                                        
Drehbuch Carlo Longo, Manuela Cacciamani

Abenteuer/Fantasy. Bozen, Archäologiemuseum: Es ist bereits Sperrstunde. Als die letzten Besucher sich Richtung Ausgang begeben, sieht man eine leichte Bewegung des „Mannes aus dem Eis“ hinter der dicken Glasvitrine. Die Augen der Mumie öffnen sich langsam und man sieht den Dunst seines Atems in der Kälte der Gefrierzelle. Durch die Augen des Mannes beginnt die Geschichte 5.300 Jahre zurückzugehen und erzählt Ötzis Leben und seine Flucht vor zwei Angreifern. Die Geschichte springt wieder in die heutige Zeit zurück, als der achtjährige Peter aus Innsbruck bei einem Schulausflug das Ötzi-Museum besucht. Er wird der einzige sein, der die wieder auferstandene Mumie sehen kann.

2. Ufficio zone di confine – Una Storia

Förderung                  12.000, 00 €
Produktion Quasar Multimedia Srl (IT)                                                        
Regie Massimo Garlatti Costa
Drehbuch Anna Piazza, Massimo Garlatti Costa

Historische Dokumentation. Nach dem zweiten Weltkrieg fielen die beiden Grenzregionen Südtirol und Julisch-Venezien an Italien. Um den anstehenden Herausforderungen in diesen beiden komplexen Grenzregionen gewachsen zu sein, richtete der italienische Ministerpräsident Alcide de Gasperi 1946 das Grenzzonenbüro „Ufficio zone di Confine“ ein, das er mit besonderen Befugnissen ausstattete. Bis 1954 war es Verhandlungspartner in allen schwierigen Fragen undProblemen, die es in den Grenzgebieten zu lösen galt, allerdings hatte es noch eine weitere Aufgabe, nämlich die „Stärkung der italienischen Identität“. Die Dokumentation erzählt zum einen die offizielle Geschichte des Ufficio zone di confine, untersucht allerdings auch – nachdem alte Dokumente, die über 50 Jahre unter Verschluss waren, nun öffentlich zugänglich gemacht wurden – die tatsächlichen Aktivitäten und deren Dauer.

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